EA113: Wie das Ausgleichswellenmodul die Ölpumpe zerstört

Claudia Claudia
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Der EA113 ist seit Jahren für seine robuste Grundkonstruktion bekannt, doch ein Bauteil sorgt immer wieder für gravierende Schäden: die Ölpumpe beziehungsweise das gesamte Ausgleichswellenmodul. Hier erfährst du, warum das so ist, wie die Technik funktioniert und wie sich das Problem mit einer passenden EA113 Ölpumpe ohne Ausgleichswellenmodul vermeiden lässt.

Inhaltsverzeichnis

Der EA113 ist ein weitverbreiteter Zweiliter-TFSI-Motor und kommt in zahlreichen Fahrzeugen des VW-Konzerns zum Einsatz. Was viele Fahrer nicht wissen: Eine zentrale Schwachstelle dieses Motors liegt tief im Herzen des Ölkreislaufs – in der Kombination aus Ausgleichswellenmodul und Ölpumpe. Die Folgen reichen bis hin zu kapitalem Motorschaden. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, was im Inneren des Motors passiert und wie man den Motor schützen kann.

Das Ausgleichswellenmodul: Kern des Problems

Das sogenannte Ausgleichswellenmodul befindet sich im unteren Teil des EA113-Motors, direkt unterhalb der Ölwanne. Dieses Bauteil vereint zwei zentrale Funktionen: Es beherbergt sowohl die Ausgleichswellen zur Schwingungsreduzierung als auch die Ölpumpe, die für den Schmierkreislauf entscheidend ist. Die Ausgleichswellen selbst sind mit Gewichten ausgestattet, die die Schwingungen der Kurbelwelle ausgleichen und den Motorlauf ruhiger gestalten sollen.

Die Ausgleichwellen sind stark belastet und können sich festfressen. Dann gerät das gesamte Modul in Schwierigkeiten, was den Motor zerstören kann.


Doch genau in diesem Bereich liegt die größte Schwachstelle des EA113. Die Lagerstellen der Ausgleichswellen sind stark belastet. Wenn sie beschädigt werden oder festfressen, gerät das gesamte Antriebssystem aus dem Gleichgewicht. Die Kette, die das Modul antreibt, wird überbeansprucht, kann überspringen oder im schlimmsten Fall reißen. Kommt es dazu, wird auch die Ölpumpe nicht mehr angetrieben – mit verheerenden Folgen für den Motor. Für rund 80 Prozent aller Motorschäden ist unserer Erfahrung nach bei diesen Modellen das Ausgleichswellenmodul verantwortlich!

Das passiert, wenn der Öldruck fällt

Ein stabiler Öldruck ist lebenswichtig für den EA113. Die Ölpumpe sorgt dafür, dass alle Lager- und Gleitflächen im Motor ausreichend geschmiert werden. Sobald sie dank des Ausgleichswellenmoduls ausfällt oder nicht korrekt arbeitet, verliert der Motor seine wichtigste Schutzfunktion.

Die Folgen sind dramatisch:

  • Der Öldruck bricht zunächst nur kurzzeitig ein, später dauerhaft.

  • Es entsteht erhöhter Lagerverschleiß bis hin zu eingelaufenen Nockenwellen.

  • Ein plötzlicher Motorschaden kann auftreten, oft ohne vorherige Warnsignale.

Gerade weil der Druckverlust anfangs kaum spürbar ist, unterschätzen viele Fahrer das Risiko. Werden die Symptome ignoriert, droht langfristig massiver mechanischer Schaden.

Kettenbereich und Ölpumpe beim Ausgleichwellenmodul des EA113Gerät das Kettensystem aus dem Gleichgewicht, kann die Ölpumpe nicht mehr richtig Öldruck liefern.

Die Lösung: ein neues Ölpumpensystem

Um die bekannte Schwachstelle des VW EA113 zu beheben, wurde ein alternatives Ölpumpensystem entwickelt, das die problematische Kombination aus Ausgleichswellen und Pumpe ersetzt und auf ersteres sogar verzichtet. Dieses System nutzt eine konventionelle, aber robuste Zahnradpumpe und ist als komplettes Umrüst-Kit erhältlich. Es umfasst mehrere exakt aufeinander abgestimmte Bauteile:


  • Eine hochwertige Ölpumpe 

  • Eine neue Kette und ein passendes Kettenrad

  • Ein angepasstes Saugrohr

  • Ein Schwallblech

  • Die erforderliche Dichtmasse für die Ölwanne




Alle Komponenten sind so konstruiert, dass sie direkt an den vorhandenen Befestigungspunkten des Motors montiert werden können. Bohren oder Fräsen ist nicht nötig – der Einbau erfolgt sauber, präzise und ohne Späne. Eine spezielle Lasche dient als zusätzliche Halterung der neuen Pumpe, wofür das Motorgehäuse bereits das passende Gewinde bietet.

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ZUR PRODUKTSEITE

Warum der Verzicht auf Ausgleichswellen sogar Vorteile bringt

Nun stellt sich die Frage: Vibriert der EA113 ohne Ausgleichswellen stärker oder läuft er unruhiger? Nein! In der Praxis zeigt sich, dass diese Sorge unbegründet ist. Zwar reduzieren die Wellen bestimmte Schwingungen, doch diese sind im Fahrbetrieb kaum wahrnehmbar. Vor allem bei sportlich abgestimmten Fahrzeugen fällt die Veränderung nicht ins Gewicht.

Der Verzicht auf das Modul bringt sogar messbare Vorteile:

  • Der Ölkreislauf arbeitet mit weniger Widerstand, die Pumpe kann effizienter fördern.

  • Der Öldruck bleibt bei allen Drehzahlen stabil.

  • Die interne Druckbegrenzung regelt sauber bei etwa 6,5 bar, zusätzliche Bauteile werden überflüssig.

Dadurch steigt die Zuverlässigkeit des gesamten Systems. Das Resultat: Der EA113 läuft stabiler, langlebiger und bleibt besser geschützt.

Ohne Ausgleichswellenmodul ist der Öldruck stabiler.

Das neue Kettenrad – kleiner, aber effektiver

Eine der auffälligsten Änderungen betrifft das Kettenrad der neuen EA113 Ölpumpe. Es ist kleiner dimensioniert und besitzt eine feinere Teilung als beim originalen Ausgleichswellenmodul. Es ist an die Zahnteilung der Kurbelwelle angepasst, um die Ölpumpe ohne weiteren Tausch zu betreiben. Diese Anpassung bringt gleich zwei entscheidende Vorteile: 

  1. Die Pumpe läuft mit höherer Drehzahl und kann dadurch einen konstanteren Öldruck aufbauen.

  2. Das Ritzel fügt sich perfekt in die bestehende Kettenführung ein, ohne dass zusätzliche Komponenten erforderlich sind.

Dank der präzisen Konstruktion bleibt die Kettenspannung konstant. Ein zusätzlicher Spanner ist nicht nötig, da die Abstände der Befestigungspunkte so gewählt sind, dass die Kette weder durchhängen noch überspringen kann.

kleineres Kettenrad des Ölpumpen-Upgrade-KitDurch das kleinere Kettenrad im Upgrade-Kit kann die Ölpumpe mit einer höheren Drehzahl laufen und so einen konstanten Öldruck liefern.

Einbau ohne Risiko und Mehraufwand

Der Umbau auf das neue System ist vergleichsweise unkompliziert und kann in kurzer Zeit durchgeführt werden. Besonders praktisch: Der Zahnriemen muss dabei nicht demontiert werden.

Der Ablauf erfolgt in klaren Schritten:

  1. Öl ablassen und Ölwanne abbauen. 

  2. Schraube des Ölpumpenantriebs lösen, Kettenrad und Kette lösen.

  3. Die alte Kette wird mit einem Bolzenschneider geöffnet und bleibt hängen.

  4. Das Ausgleichwellenmodul wird ausgebaut.

  5. Die neue Kette wird mithilfe eines Drahtes und der alten Kette durchgezogen.

  6. Der Ölkanal wird verschlossen und die neue Pumpe wird mittels der Lasche aus dem Upgrade-Kit exakt positioniert.

  7. Als Nächstes erfolgt die Montage von Schwallblech und des Kettenrades.

  8. Anschließend erfolgt das Montieren des Saugrohrs und Einbau sowie Abdichten der Ölwanne.

Die Bauteile sind passgenau gefertigt, wodurch die neue Pumpe perfekt senkrecht ausgerichtet ist. So läuft die Kette gleichmäßig und ohne Spannungsprobleme. Ein weiterer Vorteil: Durch den Wegfall des voluminösen Moduls steht im Ölkreislauf zusätzlicher Raum zur Verfügung. Der Motor fasst anschließend etwa einen Liter mehr Öl, was die Schmierreserven erhöht und die Versorgungssicherheit noch einmal verbessert.

Wie der Umbau Schritt für Schritt funktioniert, findest du in diesem Video:

Montagezeit und Praxistauglichkeit

Erfahrene Mechaniker benötigen für den Umbau rund zwei Stunden. Damit ist die Lösung nicht nur technisch ausgereift, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Der Einbau kann ohne Spezialwerkzeuge durchgeführt werden und erfordert kein Eingreifen in empfindliche Bereiche wie den Zahnriemenantrieb.

Nach erfolgter Umrüstung lässt sich der Öldruck in allen Betriebszuständen präzise messen. Die neue Pumpe reagiert unmittelbar auf Drehzahländerungen und gewährleistet eine kontinuierliche Schmierung – sowohl im Leerlauf als auch unter Vollast. Der Motor profitiert dadurch langfristig von einer deutlich höheren Zuverlässigkeit.

Öldruckmesser zeigt über 4 bar Druck bei rund 6.500 UmdrehungenStabiler Öldruck nach erfolgreichem Umbau!

Vorteile des Umrüstsystems im Überblick

Die neue Lösung bietet gleich mehrere praxisnahe Vorteile:

  • keine Ausgleichswellen, die festfressen oder Lagerprobleme verursachen können

  • konstante Schmierung auch bei hohen Drehzahlen

  • keine Kettenspanner oder Zusatzbauteile nötig

  • Einbau ohne Bohren, Fräsen oder Zahnriemenabbau

  • höhere Ölmenge und damit bessere Kühlung des Schmieröls

Diese Punkte machen das System zu einer robusten und dauerhaften Alternative für den EA113 2.0 TFSI und verwandte Varianten.

Fazit

Der EA113 bleibt ein beeindruckender Motor, dessen Schwäche jedoch nicht ignoriert werden sollte. Das Ausgleichswellenmodul in seiner ursprünglichen Form ist anfällig für Verschleiß und kann im schlimmsten Fall die Ölpumpe ruinieren und damit katastrophale Schäden verursachen.

Das Umrüstsystem ohne Modul, aber mit einer neuen EA113 Ölpumpe bietet eine saubere und dauerhafte Lösung. Mehr Ölvolumen, stabile Druckverhältnisse, geringere Anfälligkeit – all das trägt dazu bei, dass der Motor länger lebt und seine volle Leistung sicher abrufen kann.

Wer seinen EA113 langfristig schützen möchte, trifft mit diesem Umbau eine kluge Entscheidung: ein besserer Schmierkreislauf, höhere Standfestigkeit und ein Stück mehr Gelassenheit bei jeder Fahrt. Du hast Fragen? Dann schreib uns!

Fragen & Antworten

Was verursacht die typischen Probleme beim EA113-Motor?

Die Hauptursache liegt im Ausgleichswellenmodul, das sowohl die Ausgleichswellen als auch die Ölpumpe beherbergt. Dessen Lager können festfressen, wodurch die Antriebskette überspringt oder reißt. In der Folge fällt der Öldruck aus – oft mit gravierenden Motorschäden.

Woran erkennt man einen beginnenden Druckverlust beim EA113?

Anfangs äußert sich ein Druckverlust meist nur durch eine gelegentlich aufleuchtende Öldruckwarnleuchte oder ungewöhnliche Geräusche. Oft tritt das Problem jedoch plötzlich auf, ohne klare Vorwarnung. Regelmäßige Messungen des Öldrucks und ein wachsames Ohr können frühzeitig vor Schäden schützen.

Was bringt der Umbau auf das neue Ölpumpensystem?

Das Umrüstkit ersetzt das fehleranfällige Ausgleichswellenmodul durch eine konventionelle, robuste Ölpumpe. Dadurch läuft der Öldruck stabiler, die Schmierung ist konstanter und der Motor wird zuverlässiger geschützt. Zudem steigt das Ölvolumen im System, was die Hitzebeständigkeit verbessert.

Erhöhen sich die Vibrationen ohne Ausgleichswellen merklich?

Nein. Die theoretisch messbaren Schwingungen sind im Alltag nicht spürbar. Selbst bei sportlicher Fahrweise bleibt der Motorlauf angenehm ruhig, da die Schwingungen in einem unbedenklichen Bereich liegen.

Wie aufwendig ist der Einbau der neuen EA113 Ölpumpe?

Der Umbau lässt sich in etwa zwei Stunden durchführen. Die Arbeit erfolgt ohne Bohren, Fräsen oder Ausbau des Zahnriemens. Durch das durchdachte Design der Komponenten verläuft die Montage sauber und präzise – ideal für Werkstätten und geübte Schrauber.

Lohnt sich der Umbau dauerhaft für den EA113?

Ja. Das System beseitigt eine der größten konstruktiven Schwächen des Motors. Der EA113 profitiert von stabiler Öldruckversorgung, weniger Verschleiß und höherer Lebensdauer. Die einmalige Investition verhindert teure Motorschäden und sorgt für langfristige Zuverlässigkeit.

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